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Nicola Francesco Haym
Georg Friedrich Händel

Rodelinda

in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

ca. 2 Stunden 35 Minuten
Spielstätte: Opernhaus
Eine Person mit langen Haaren und einem Schleier, der auf dem Kopf liegt und über den ganzen Körper fällt, steht mit dem Rücken zur Kamera. Im Hintergrund sieht man ein großes Kreuz vor einer rotbeleuchteten Fläche.

Rodelinda, Königin der Langobarden, regierte glücklich mit König Bertarido, bis Grimoaldo, Herzog von Benevent, den Thron usurpiert hat. Bertarido musste ins Exil fliehen, Rodelinda und ihr Sohn Flavio jedoch werden als Grimoaldos Geiseln gehalten. Als Bertarido unerkannt zurückkehrt, rät ihm sein Freund Unulfo, sich nicht zu erkennen zu geben, um die Sicherheit von Frau und Sohn nicht zu gefährden. Grimoaldo, der Bertarido für tot hält, will seine Macht legitimieren, indem er Rodelinda heiratet. Doch sie glaubt fest an Bertaridos Rückkehr …
Georg Friedrich Händels neunzehnte Oper »Rodelinda, Königin der Langobarden« gilt neben »Giulio Cesare« und »Tamerlano« als eine von drei »Meisteropern«, die er in der Spielzeit 1724/25 für die Royal Academy of Music in London komponiert hat. In psychologischer Meisterschaft gelingt Händel in herausragenden Arien das Porträt einer Frau, die sich gegen die Widrigkeiten einer patriarchalen Unterdrückungsgesellschaft zur Wehr setzt.

Uraufgeführt wurde »Rodelinda, regina dei Longobardi« am 13. Februar 1725 im Londoner King’s Theatre at the Haymarket. Auf den Tag genau 300 Jahre später, am 13. Februar 2025, feiern wir Geburtstag mit einer großen Party (Barock-Disco!) und stellen unter Beweis, dass alte Musik auch mit drei Jahrhunderten auf dem Buckel noch taufrisch sein kann!

Einführung jeweils 45 Minuten vor Beginn im 2. Foyer.

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Pressestimmen

Wundervolle Rodelinda (26.01.2025)

Carlotta Colombo ist eine wundervolle Rodelinda, die bereits mit ihrer ersten Arie »Ho perduto il caro sposo« die Sympathien des Publikums gewinnt. Als Bertarido macht die Altistin Margherita Maria Sala einen vorzüglichen Eindruck.
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Francesco Lucii macht aus Grimoaldo einen interessanten Charakter. Als Möchtegern-Tyrann strebt er nach Macht, ist aber zu weich, um zum Ziel zu gelangen. Da besingt er doch lieber das geruhsame Leben eines Schäfers: „Pastorello d’un povero armento“! Im Gegensatz zu ihm weiß Garibaldo genau, was er will: Er ist bereit, über Leichen zu gehen, um an die Macht zu gelangen! Der Bariton Mauro Borgioni gestaltet diese Partie mit einer Eindringlichkeit, die einem das Blut in den Adern gerinnen lassen können. Aus der etwas blassen Rolle der Eduige macht Clara Fréjacques eine interessante Charakterstudie, und Tatia Jibladze brilliert mit ihrem ausdrucksstarken Mezzosopran als zwielichtiger Unulfo. Er ist ja nicht nur der Freund von Bertarido, sondern auch der Berater von Grimoaldo. Alessandro Quarta dirigiert das Philharmonische Orchester Kiel mit feinem Gespür für das Händel’sche Idiom.

Kieler Nachrichten - Jürgen Gahre

Heimlicher Star des Abends (26.01.2025)

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Eine imposante Anzahl von Metallkreuzen nicht nur auf der Bühne platziert, sondern auch von der Decke hängend (Bühnenbild: Christophe Ouvard) machen klar, welche Stimmung die Zuschauer:innen hier erwartet.
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Noch mehr als Bühnenbild und Kostüme überzeugen an diesem Abend die Sänger:innen, allen voran Carlotta Colombo, die eine ausdrucksstarke Rodelinda gibt. Margherita Maria Sala steht dem mit ihrem fast schon zärtlichen Bertarido in nichts nach. Heimlicher Star des Abends ist aber Mauro Borgioni, der seinen Garibaldo zu einem ganz hervorragend abstoßendem Schurken macht, der im Bariton über die Bühne donnert. Ebenfalls besonders erwähnenswert ist einmal mehr Tatia Jibladze, die Unulfo mit ihrem Mezzosopran eine interessante Ebene hinzufügt.

KielErleben - Sebastian Schack